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Durchfall
Was ist Durchfall?

Durchfall oder Diarrhö ist eine Erkrankung, bei der mehrmals täglich dünnflüssiger oder breiiger Stuhlgang ausgeschieden wird. Daher kann der menschliche Körper pro Tag mehr als drei Liter Wasser und Mineralien verlieren. Es kann eine Austrocknung drohen, also massiver Salz- und Flüssigkeitsmangel. Dies ist der Hauptgrund, warum der Durchfall untherapiert eine große Belastung werden kann. Dauert der Durchfall länger als drei Tage und verschlechtert sich der Zustand und das Wohlbefinden des Patienten erheblich, ist der Gang zum Arzt unumgänglich. Insbesondere ältere Menschen, Kinder unter drei Jahren und Säuglinge sind gefährdet, eine Dehydratation (Austrocknung) zu erleiden. Nach weniger als 24 Stunden können Durchfall und Erbrechen zu einer Austrocknung beim Säugling führen.

Zu den Ursachen von Durchfall zählen häufig Viren, Bakterien oder verdorbene Nahrungsmittel; diese sind allerdings für die meisten Patienten keine allzu große Gefahr. Auf Fern- oder Schiffsreisen sieht dies oft anders aus. Hier können mangelhafte hygienische Zustände schneller zu einem ernsthaften Problem werden. Der Körper schafft es dann evtl. gerade durch den Durchfall die Verursacher wieder auszuscheiden, bevor sie sich im Körper vermehren bzw. aus dem Darm in diesen eindringen können. Ausreichende Hygienemaßnahmen können helfen, die Entstehung von Durchfall zu vermeiden. Hierzu zählt besonders, sich die Hände gründlich zu waschen und ggf. zu desinfizieren.

Akuter Durchfall kann durch Bakterien, Viren, Parasiten, durch verdorbene Lebensmittel, Koffein, Teein, Darmgefäßverschlüsse, Bestrahlungen und anderes ausgelöst werden. 90 % aller Durchfälle sind infektiös bedingt. Die Entstehung von chronischem Durchfall kommt oft durch schwerwiegende Erkrankungen zustande, zeigt sich über mehrere Wochen und tritt in Schüben auf. Der Durchfall kann zwischen den Schüben abklingen.

Die medizinische Forschung unterscheidet zwischen sekretorischem, osmotischem und funktionellem Durchfall. Bei sekretorischem Durchfall sondert der Darm aufgrund einer Entzündung vermehrt Wasser, Salze, Blut oder Schleim ab, bei osmotischem Durchfall befinden sich Stoffe aus der Nahrung im Darm, die Flüssigkeit binden.

Diagnose Durchfall

Wenn ein Patient mit Durchfall einen Arzt aufsucht, wird sich dieser zunächst nach den Symptomen und dem Befinden erkundigen. Durchfall nach einer Reise oder nach Gemeinschaftsverpflegung ist für den Arzt oft ein Hinweis auf eine Infektion. Er kann eine körperliche Untersuchung durchführen, die sich hauptsächlich auf die Bauchorgane konzentriert. Ferner sollte die Temperatur überprüft und der Körper auf Zeichen der Austrocknung untersucht werden. Es kann bei Durchfall die Untersuchung von Stuhlproben oder Nahrungsmitteln erforderlich sein. Eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes kann weitere Rückschlüsse auf die Krankheit liefern, manchmal kommt auch eine Spiegelung von Magen und Darm infrage.

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Was ist Durchfall?

Durchfall wird auch als Diarrhö bezeichnet, dieser Fachbegriff für Durchfall stammt aus dem Griechischen. Wenn der Stuhlgang mengenmäßig größer ist und insgesamt flüssiger, dann spricht man von Durchfall. Hinzu kommt, wenn er öfter als dreimal täglich auftritt. Durchfall wird genauer durch die Stuhlbeschaffenheit (meist sehr dünn) und durch die Stuhlfrequenz (meist sehr häufig) charakterisiert. Akuter Durchfall vergeht oft wieder von selbst, chronischer Durchfall hingegen bedarf der Diagnose und Therapie.

Durchfall durch Infektion

Die meisten Formen von Durchfall werden durch Infektionen mit Viren, Bakterien oder Parasiten ausgelöst. Wenn die Krankheitserreger zu einer Entzündung der betroffenen Darmschleimhaut führen, bildet sich sehr häufig sekretorischer Durchfall, also Durchfall durch die vermehrte Absonderung von Sekreten im Darm. Vergleichbar mit der Nasenschleimhaut bei einer Erkältung/Schnupfen zeigt die Darmschleimhaut eine gesteigerte Produktion von flüssigen Sekreten, die in das Darminnere abgegeben werden. Dies macht den Stuhl flüssig oder breiig, es entsteht Durchfall.

Kriterien bei Durchfall

Durchfall liegt vor, wenn mindestens dreimal am Tag Stuhlgang mit verminderter Konsistenz, also in flüssigerer Form, erfolgt. In den meisten Fällen ist der Stuhlgang dann schwerer und umfangreicher. Dies kann bis zu einem völlig wässrigen Stuhl reichen, auch blutiger Stuhlgang ist möglich.

Mögliche Folgen

Bei schweren Fällen von Durchfall kann die Gefahr einer Austrocknung des Körpers (Dehydratation) bestehen. Denn der Körper verliert durch länger andauernden, starken Durchfall größere Mengen Salze, Wasser und Verdauungssäfte über den Darm. Die Aufnahme von Nährstoffen ist meist zusätzlich gemindert. Dies kann insbesondere bei älteren Menschen und Kindern geschehen. Die Dehydratation zeigt sich durch trockene Lippen, wenig Ausscheidung von dunklem, konzentriertem Urin und Durstgefühl.

Allerdings hatte fast jeder Mensch schon einmal dünneren, flüssigeren Durchfall. Wenn hierbei auch Erbrechen auftritt und sich das allgemeine Wohlbefinden des Patienten verschlechtert, kann man von einem Magen-Darm-Infekt sprechen. Hierbei ist viel Trinken und eine nicht belastende Ernährung wichtig.

Fedor Singer

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Wann sollte bei Durchfall ein Arzt hinzugezogen werden?

Bei einem Durchfall, der länger als drei Tage dauert, sehr stark in seiner Ausprägung ist und den Allgemeinzustand des Patienten deutlich schwächt, sollte ein Arzt konsultiert werden. Nur er kann klären, ob eine Therapie notwendig ist und welche Ursachen der Durchfall hat. Ein Arzt sollte um Rat gefragt werden, wenn erhebliche Bauchschmerzen auftreten, Fieber oder ein wiederholtes Erbrechen, wenn der Stuhl blutig ist oder Verdacht auf eine Vergiftung besteht. Der Durchfall kann verschiedene Begleitsymptome haben und zu verschiedenen Komplikationen führen.

Fedor Singer

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